Verstärkung für die Hengste

Zwei Neuzugänge verstärken seit Mitte August die Przewalski-Hengste im Tennenloher Forst. Wolfgang und Henning starteten gleich nach ihrer Ankunft eine ausgiebige Entdeckungstour. Von ihren neuen Herdenmitgliedern wurden die einjährigen Junghengste sehr freundlich in Empfang genommen, besonder Apha-Hengst "Galwan" hat die beiden scheinbar besonders in sein Herz geschlossen und sie fürsorglich unter seine Fittiche genommen.

Die beiden Hengste verließen ihre alte Heimat, den Zoo Cottbus um in Tennenlohe für frischen Wind zu sorgen. Ursprünglich leben Przewalski-Pferde entweder in Harems- oder wie in Tennenlohe in sogenannten Junggesellen-Gruppen, die ausschließlich aus männlichen Tieren bestehen.

„Im Zoo kann man solche Junggesellen-Gruppen nur sehr eingeschränkt halten, denn die temperamentvollen Hengste brauchen viel Platz und die Möglichkeit, sich auch mal komplett aus dem Weg gehen zu können.“, erklärt Verena Fröhlich, die als Gebietsbetreuerin beim Landschaftspflegeverband auch für das Beweidungsprojekt zuständig ist. Durch die Haltung einer Przewalski-Junggesellen-Gruppe leiste das Tennenloher Beweidungsprojekt einen wichtigen Beitrag und unterstütze die Zoos bei der Erhaltung dieser seltenen Tierart. Fröhlichs Gebietsbetreuer-Kollegin Wiebkea Bromisch erläutert „Die Eingliederung von „Youngstern“ wie den beiden Cottbuser Hengsten in die Gruppe gelingt normalerweise ganz reibungslos. In diesem Alter sehen die alteingesessenen Hengste die Neuzugänge nicht als Konkurrenz, und nehmen sie sehr schnell in die Herde auf.“


Nachdem in diesem Jahr bereits zwei ältere Tennenloher Hengste zur Zucht an den tschechischen Zoo Liberec und den Tiergarten Nürnberg abgegeben wurden, leben mit „Wolfgang“ und „Henning“ nun wieder sieben Przewalski-Hengste im Tennenloher Forst.


Zurück

© Landschaftspflegeverband Mittelfranken