Der Hahnenkamm hilft zusammen

260 Hände pflegten rund 160 Obstbäume. Diese Bilanz kann nach den Schnittaktionen am Hahnenkamm heuer gezogen werden.Während die Ostheimer bei eisigem Wind und Regen sich ihren Bäumen widmeten, gingen Heidenheim, Hohentrüdingen und Westheim bei strahlendem Sonnenschein an ihr Tagwerk. Dabei lag immer der Fokus auf einem maßvollen, naturschutzfachlich sinnvollen Schnitt. Angeleitet wurden die Freiwilligen vom Landschaftspflegeverband und ausgebildeten Baumwarten. Nach einer kurzen Erklärung der Grundregeln ging es gemeinsam ans Werk, denn im Tun lernt man am Besten. Bei den Schnittaktionen steht nicht der Ertrag der Bäume im Fokus, sondern der Erhalt der Obstbäume und damit des Lebensraumes. Dabei spielt unter anderem Totholz eine wichtige Rolle. Abgestorbene Äste und Baumhöhlen sind für viele Tiere ein wichtiges Refugium. Auf einer extensiven Streubstwiese finden bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Grünspecht, Wendehals und Erdhummeln sind nur drei Beispiele für Streuobstbewohner. Der Landschaftspflegeverband widmet sich im Rahmen des BayernNetzNatur-Projektes Biotopverbund Hahnenkamm unter anderem dem Erhalt von Streuobstwiesen und der Pflege dieser durch Bürgeraktionen. Der Erfolg der Aktionen ist dabei ein toller Ansporn. Auch die Vertreter der Gemeinden zeigten sich erfreut über das Interesse und Engagement der BürgerInnen und spendierten den Freiwilligen eine Brotzeit am Ende des Einsatzes. Die Aktionen können im Rahmen der Bayerischen Biodiversitätsstrategie mit Geldern der Regierung von Mittelfranken und dem Bezirk Mittelfranken gefördert werden. Die Kostenbeteiligung übernehmen jeweils die Gemeinden.


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