Sensen für jedermann

Entspannend und insektenfreundlich - das sinnd die Erkenntnisse, die die Teilnehmer des Sensenkurses in Rißmannschallbach/Feuchtwangen mit nach Hause nehmen konnten. Zahlreiche interessierte BürgerInnen folgten der Einladung der ABL (Arbeitsgemeinschaf bäuerliche Landwirtschaft) und des LPV zum Sensen und Dengeln für den Hausgebrauch.An zwei Terminen ermutigten die Sensenlehrer Christof Lorenz und Werner Kleemann dieTeilnehmer ihre Sense in sanften, ausladenden Schwüngen durch das Gras gleiten zu lassen. Mag das Sensen auf den ersten Blick nostalgisch und verstaubt wirken, so ändert sich der Eindruck beim zweiten Blick sehr stark. Kaum eine Mähtechnik ist so insektenschonend und ökologisch wie die Mahd mit der Handsense. Vom Steilhang über kleinräumige Gärten, blütenreiche Wiesen und Säume bis zum Kleegras - eine Vielzahl an Flächen bieten sich für die Sensenmahd an. Ohne Lärm und Abgase ist es nicht nur für den Menschen angenehmer, auch die Insekten können sich meist schadlos aus dem Schnittgut zurückziehen.

Lorenz und Kleemann konnten auch zeigen, dass das Mähen mit der Snese ohne viel Mühe und viel schneller gelingt als gedacht. Doch für gute Mähergebnisse bedarf es einer scharfen Klinge, daher gab es eine praktische Einführung in das Dengeln. Dabei kamen auch die Freunde von Hämmern und Lärmen auf ihre Kosten. Am Ende der beiden Kurse waren sich alle einig: Die Lust auf das Sensen ist geweckt und Altbacken ist es auch nicht. In Zeiten von Klimawandel und Artenvielfalt ist das Sensenmähen so angesagt wie lange nicht. Eben tiefenentspannt, insektenfreundlich und in absoluter Ruhe - nur begleitet vom leisen, regelmäßigen Zischen.


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