Der Vacher Regenwald

„Zeit zum Reden war genug – wir wollen jetzt handeln und etwas gegen Klimawandel und Artensterben unternehmen!“ Mit dieser Motivation ließ Günter Ringel aus dem Fürther Stadtteil Vach eine Streuobstwiese mit 40 Bäumen anlegen. Er nennt die Anlage wegen des Artenreichtums und der Klimawirksamkeit von Obstwiesen auch gern den „Vacher Regenwald“.

Die Idee fand innerhalb kürzester Zeit Unterstützung bei 40 Baumpaten. Mit ihrer Patenschaft wollen sie dazu beitragen, dass die Obstbäume gut gedeihen. Erziehungsschnitt und Entwicklungspflege durch zertifizierte Obstbaumwarte werden davon bezahlt, aber auch zusätzliche Naturschutzmaßnahmen wie Steinhaufen und Tümpel. Die Anlage wird nicht mit Pestiziden behandelt und die Fläche darunter nicht gedüngt, sondern mit Schafen beweidet. So soll in den nächsten Jahren aus dem bisher intensiv bewirtschafteten Grünland eine artenreiche, blühende Wiese entstehen.

Die Ernte der Apfel-, Birn- und Zwetschgenbäume steht dann den Paten zu; sie wird aber bei den Hochstammbäumen einige Jahre auf sich warten lassen. Deshalb hat Ringel neben der eigentlichen Streuobstwiese noch eine kleine „Plantage“ aus Buschbäumen angelegt. So können die Baumpaten vielleicht schon im nächsten Jahr ihre ersten Früchte ernten. Und die Planungen für weitere 50 Bäume laufen schon…


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