Streuobst pflanzen, pflegen und erhalten - in ganz Mittelfranken
Streuobst ist ein prägendes Element der Kulturlandschaft in Mittelfranken. Streuobstbestände beherbergen bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten und gehören damit zu den artenreichsten Lebensräumen. Viele Bestände sind durch Überalterung, mangelnde Pflege und fehlende Nutzung gefährdet und drohen aus unserem Landschaftsbild zu verschwinden.
Ziel: Mit dem Projekt wollen wir, der LPV, gemeinsam mit unseren Partnern, die mittelfränkische Streuobstoffensive, im Rahmen des bayerischen Streuobstpaktes, vorantreiben!
Warum?
Wir möchten die Bedeutung der Streuobstwiesen als Hotspot der Artenvielfalt und herausragendes Kulturgut wieder in das Bewusstsein der Menschen bringen.
Wo?
In den Landkreisen Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen, Roth, Fürth und Erlangen-Höchstadt.
Wie?
Durch wertschätzende und kreative Kommunikation und Wissensvermittlung.
Lauschen Sie dem Ruf der im Wiesmet lebenden Wiesenbrüter
Gartenbaumläufer - der flinke Kletterer
Die Rinde ist sein Lebensraum, dort findet er Nahrung und baut sogar hinter lockerer Rinde sein Nest. Scharfe Krallen und ein langer Schwanz ermöglichen seine ausdauernde Kletterleistung.
Blaumeise - die lebhafte Baumakrobatin
Die Blaumeise liebt die Knospen, Blüten und Früchte der Obstbäume. Fröhlich turnt sie dabei in der Baumkrone herum und brütet auch gern in vorhandenen Höhlen.
Gartenrotschwanz - der wendige Insektenjäger
Auf der Streuobstwiese ist der Gartenrotschwanz zu Hause. Hier findet er ein reichhaltiges Insektenangebot und genügend Sitzplätze auf den Bäumen, um seine Beute zu erspähen.
Grünspecht - ein Ameisengourmet
Sind genügend Ameisen da, wird Familie Grünspecht satt. Oft sind diese Grünlinge am Boden zu beobachten, da sie vor allem dort ihre Leibspeise finden. Der spitze Schnabel und eine extrem lange Zunge helfen dabei. Ameisenhügel sind auf einer Streuobstwiese immer zu erhalten.
Mönchsgrasmücke - die kleine Versteck-Spielerin
Sie schwätzt und klagt und singt, schön ist es, sie anzuhören. Streuobstbäume nutzt sie gern als Ansitz, muss sich aber in Acht nehmen vor Falken, Raben oder anderen Feinden.
Neuntöter - der emsige Insektensammler
Ein richtiger Jäger und Sammler ist der Neuntöter, was er nicht gleich vertilgt, wird als Vorrat aufgespießt - in Hecken oder auch gern mal auf einem Zaungeflecht. Auf den Bäumen einer Streuobstfläche hat er gute Aussicht auf Nahrung.
Star - der schillernde Spitzbub
Eine Obstwiese ist für Stare das Paradies. Im Boden locken Würmer und insekten, auf den Bäumen gibt es Höhlen zum Nisten und viele Früchte zum Genuss. Lautstark gibt er an mit seinem Gesang und täuscht dabei gern mit fremden Stimmen.
Stieglitz - Der stimmfreudige Schönling
Der Stieglitz als Samenfresser findet auf einer artenreichen Streuobstwiese reichhaltiges Nahrungsangebot. Sehr gesellig sind Stieglitze oft in Scharen unterwegs und machen es sich abends in Schlafgemeinschaften gemütlich.
Wendehals - ein Specht, der alles sehen will
Ein eigenes Nest zu klopfen wie ein Specht mag er nicht, sondern nutzt vorhandene Baumhöhlen. Droht aber Gefahr für den Nachwuchs wird der Wendehals aktiv „kriegt einen dicken Hals“: wildes Aufplustern und Drehen des Kopfes bis zu 180 Grad schrecken Eindringlinge erfolgreich ab. Nachahmen ist nicht zu empfehlen.