Quellensteg
Quellensteg in Fürth
Kurzer Naturspaziergang zwischen Pegnitz, Kleiner Mainau und seltenen Sandlebensräumen
Kurzüberblick
Der Quellensteg ist ein guter Ausgangspunkt, um mitten im Stadtgebiet einen ungewöhnlichen Lebensraum kennenzulernen: den Sandmagerrasen an der Pegnitz. Nur wenige Schritte vom Wasser entfernt zeigt sich hier, wie wertvoll kleinste offene Sandflächen für die Artenvielfalt sind. Die Tour eignet sich deshalb besonders für einen kurzen Spaziergang mit Naturfokus – kompakt, gut erreichbar und fachlich sehr ergiebig.
Warum dieser Ort besonders ist
Der Quellensteg steht exemplarisch für die SandAchse Franken. Dieses Naturschutzprojekt wurde im Jahr 2000 initiiert, um die letzten fränkischen Sandlebensräume zu sichern. Heute tragen sieben Landkreise und fünf kreisfreie Städte gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken und dem BUND Naturschutz dazu bei, diese seltenen Flächen als Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Typisch für die SandAchse sind Sandmagerrasen, Heideflächen und lichte Kiefernwälder; typische Pflanzen sind etwa Sandgrasnelke, Silbergras und Berg-Sandglöckchen.
Gerade in Fürth wird sichtbar, wie besonders solche Flächen sind: Laut LPV ist das Sandbiotop am Quellensteg ein nach § 29 BNatSchG geschützter Lebensraum und Teil der SandAchse Franken. Die Fläche ist klein, aber ökologisch hoch relevant – und genau deshalb ein überzeugender Lieblingsort für eure Website.
Was wir hier für Natur und Landschaft tun
Am Quellensteg zeigt sich Landschaftspflege sehr konkret. Auf der Fläche von 2.400 Quadratmetern werden regelmäßig bei gemeinsamen Pflegeaktionen des LPV, der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Fürth/Stadt und weiterer Partner Laub entfernt, junge Gehölze zurückgeschnitten und offene Bodenstellen wieder freigelegt. Aus Astmaterial entstehen zusätzliche Kleinstrukturen für Insekten. Genau solche Eingriffe sind nötig, damit ein Sandbiotop nicht zuwächst und seine spezialisierten Arten verliert.
Dass die Fläche auch in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist, zeigt der Tag der Artenvielfalt am 17. Mai 2026: Dort war die Kleine Mainau der Ausgangspunkt für Führungen und Mitmachangebote, darunter ausdrücklich die Mitmach-Landschaftspflegeaktion sowie der Rundgang „Die Sandachse Franken in Fürth“. Der Quellensteg ist damit nicht nur Pflegefläche, sondern auch ein Ort, an dem Naturschutz direkt vermittelt und erlebt werden kann.
Tourenverlauf
Für die Website bietet sich ein kurzer Rundgang zwischen Quellensteg, Kleiner Mainau und den angrenzenden Pegnitzwegen an. Die Kleine Mainau wird in der offiziellen Fürther Kommunikation ausdrücklich als versteckter Park an der Stadtgrenze beschrieben und ist zugleich der Veranstaltungsort des Tags der Artenvielfalt. Von dort aus lassen sich die Pegnitz, die angrenzenden Grünflächen und die Sandbiotope in der Umgebung gut verbinden.
Ein stimmiger Einstieg ist der Quellensteg selbst. Von hier aus führt der Spaziergang an die Pegnitz und weiter in Richtung Kleine Mainau. Dort lohnt sich zunächst ein kurzer Aufenthalt am Wasser und auf den Wegen durch die Grünflächen. Im Anschluss rückt der eigentliche Schwerpunkt der Tour in den Blick: die offenen, gepflegten Sandflächen in der Umgebung des Stegs. Gerade dieser Wechsel zwischen Flusslandschaft und trockenem Sandlebensraum macht den Reiz des Ortes aus.
Wer den Besuch etwas vertiefen möchte, kann ihn so lesen: Zuerst die Fläche selbst anschauen, dann die Maßnahmen verstehen und schließlich die Sandbiotope im größeren Zusammenhang der SandAchse Franken sehen.
Natur erleben
Am Quellensteg geht es nicht um spektakuläre Weite, sondern um genaues Hinsehen. Auf kleinen offenen Sandflächen leben Arten, die an trockene, nährstoffarme Standorte angepasst sind. Wir haben hier für die SandAchse typische Pflanzen wie Sandgrasnelke, Silbergras und Berg-Sandglöckchen; bei den Pflegeeinsätzen am Quellensteg wurde außerdem eine Eidechse zwischen Laub und Gras beobachtet. Das zeigt sehr gut, wie viel Vielfalt selbst auf kleinen Stadtflächen stecken kann.
Gerade im Frühjahr und Sommer lohnt sich ein Besuch besonders. Dann sind die offenen Sandstellen, die Kräuter und die Strukturunterschiede zwischen Flussrand, Wiese und Sandbiotop besonders gut erkennbar. Wer den Ort im Rahmen einer Führung erlebt, bekommt zusätzlich Einblicke in die Arten und die Pflegelogik dieser seltenen Lebensräume.
Gut zu wissen
Der Quellensteg eignet sich gut für einen kurzen Spaziergang statt für eine lange Tour. Die Fläche ist klein, empfindlich und fachlich interessant – genau deshalb ist ein ruhiger Besuch mit Zeit zum Beobachten sinnvoller als ein großes Tourenformat. Rücksicht ist hier besonders wichtig: offene Sandstellen und strukturreiche Kleinflächen sind wertvolle Lebensräume und sollten nicht beschädigt werden.
Die Umgebung ist gut erreichbar. Für den Tag der Artenvielfalt 2026 nennt die Stadt Fürth als Anreise die U-Bahn U1 bis Stadtgrenze mit etwa 10 Minuten Fußweg sowie die Buslinien 39 und 175 mit Ausstieg Kurgartenstraße oder Herderstraße und rund 5 Minuten Fußweg. Diese Angaben passen auch für einen individuellen Besuch der Fläche sehr gut.
Anreise
Als praktischer Ausgangspunkt bietet sich der Bereich Quellensteg / Kleine Mainau an. Wer mit dem ÖPNV kommt, erreicht den Ort gut über die U1 Stadtgrenze oder die Buslinien 39 und 175. Wer zu Fuß von der U-Bahn kommt, erreicht die Kleine Mainau laut der Tourist-Information gut von der Haltestelle Stadtgrenze aus.
Karte und Weiteres
Hier der Link zur Lage der Fläche.